Studienmentorat

 
Das Studienmentorat ist für angehende Religionslehrer:innen als forum externum ein Ort zur Auseinandersetzung mit beruflichen, kirchlichen und persönlichen Anforderungen. Sie finden hier sowohl spannende, offene Angebote als auch verbindliche Elemente, die der Studienbegleitbrief verlangt. Gerne informieren wir Sie über das spezifische Berufsprofil des:der Religionslehrers:in und die kirchlichen Anforderungen und Voraussetzungen für die Missio Canonica.
 
Das Studienmentorat bietet:
 
Orientierungsgespräch
Das Orientierungsgespräch findet in der Regel als Einzelgespräch statt. Inhaltlich geht es darum:
  • die persönliche Motivation für das Theologiestudium im Blick auf den Religionslehrer:innenberuf zu reflektieren.
  • Beratung bei persönlichen, fachlichen und berufsbezogenen Klärungs- und Entscheidungsprozessen zu erhalten.
  • Die Frage nach dem kirchenpraktischen Engagement zu erörtern.
  • Information und Beratung im Blick auf die spätere Beantragung der kirchlichen Unterrichtserlaubnis
    (Missio Canonica)
Zeitpunkt
Bitte vereinbaren Sie mit der Studienmentorin Tabea Haas im ersten Studienjahr einen Termin.
 
Kirchenpraktisches Engagement
Wer katholische Religion unterrichtet, kann dies „nicht nur in der Beobachterperspektive über den Glauben“, sondern muss dies immer „auch in der Teilnehmerperspektive vom Glauben“ tun (vgl. Rahmenempfehlung für die kirchliche Studienbegleitung für Studierende mit dem Berufsziel katholische:r Religionslehrer:in).
 
Darum ist das Kirchenpraktische Engagement wichtig
Sie möchten später einmal als Vorbild für Ihre Schüler:innen im Religionsunterricht auftreten – dafür ist es essentiell, selbst im Glaubens- und Kirchenleben verwurzelt zu sein. Mithilfe eines längeren Engagements innerhalb des kirchlichen Kontexts oder einem Kirchenpraktikum tauchen Sie ein in Orte, an denen Kirche und Glaube greifbar wird.
 
Ziele des Kirchenpraktischen Engagements
  • Studierende bzw. zukünftige Religionslehrer:innen kennen kirchliches Leben und sind darin verortet.
  • Studierende haben sich selbst als Vertreter:in der Kirche erlebt und dies reflektiert.
  • Studierende kennen Orte/Felder kirchlichen Handelns, z.B. Seelsorgeeinheit, Pfarrgemeinde, Hochschulgemeinde, Schulpastoral, Kirchliche Verbands- und Jugendarbeit, Einrichtungen der Caritas, Kirchliche Behinderten- und Senioreneinrichtungen, Kirchliche Hospizarbeit.
Kriterien und Bedingungen
  • Anerkannt wird ehrenamtliches Engagement, welches maximal 2 Jahre bei Studienbeginn zurückliegt.
  • Das Engagement findet in Einrichtungen kirchlicher bzw. katholischer Trägerschaft statt.
  • Der zeitliche Umfang beträgt mindestens 4 Wochen (Vollzeit) bzw. 160 Stunden (Teilzeit).
  • Die Studierenden lernen dabei mindestens zwei Grundvollzüge der Kirche kennen.
  • Die Studierenden nehmen Aufgaben als Vertreter:in der Kirche wahr, z. B. Leitungsebene in der Jugendarbeit.
Pädagogische Tätigkeiten (z.B. Hausaufgabenbetreuung) können leider nicht angerechnet werden.
 
Die Kriterien und Bedingungen sind Richtlinien für die Anerkennung von bereits ehrenamtlich erbrachtem kirchlichem Engagement bzw. für ein noch zu leistendes Kirchenpraktikum.
Im Orientierungsgespräch mit der Studienmentorin besprechen Sie diese Punkte gemeinsam.
Wir sind gerne behilflich bei der Suche nach einer entsprechenden Stelle.
 
So geht es weiter
Über Ihre Erfahrungen mit Ihrem Engagement bzw. Ihrem Kirchenpraktikum verfassen Sie einen Kurzbericht und vereinbaren anschließend ein Reflexionsgespräch mit der Studienmentorin Tabea Haas.
 
Kurzbericht zum Kirchenpraktischen Engagement
Bitte verfassen Sie nach Ihrem kirchenpraktischen Engagement ein Kurzbericht. Er sollte mindestens drei Seiten umfassen und dient als Grundlage für das Reflexionsgespräch zum Kirchenpraktischen Engagement. Bitte lassen Sie den Bericht bis spätestens drei Tage vor dem Gespräch  der Studienmentorin zukommen.
Mögliche Leitfragen können Ihnen bei der Reflexion helfen
  • Wann und wo haben Sie das Praktikum absolviert bzw. sich engagiert? Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit.
  • Welche kirchlichen Grundvollzüge (Martyria, Diakonia, Liturgia) werden von der betreffenden Institution verwirklicht? Wie werden sie umgesetzt?
  • Beschreiben Sie die Arbeit der erlebten Haupt- und Ehrenamtlichen. Was (oder wer) hat Sie beeindruckt? Was motiviert die Haupt- und Ehrenamtlichen? Was mindert eventuell deren Motivation?
  • Beschreiben Sie die Adressaten des konkreten kirchlichen Handelns bzw. die Zielgruppe(n) der betreffenden Institution. Welche Erwartungen haben diese Menschen an die Kirche? Wird das kirchliche Handeln von diesen überhaupt als solches wahrgenommen?
  • Wie haben Sie sich selbst erlebt? Wie haben Sie sich in der Rolle als Vertretung der Kirche gefühlt? Was fiel Ihnen leicht? Was war Ihnen fremd oder unangenehm? Was haben Sie über sich selbst gelernt?
  • Welche Bedeutung haben diese Erfahrungen für Sie als zukünftige:n Religionslehrer:in?
 
Reflexionsgespräche
Durch Ihren aktiven Einsatz innerhalb des Kirchenpraktischen Engagegements haben Sie sicher eine Fülle an Erfahrungen sammeln können. Im Gespräch mit der Studienmentorin reflektieren Sie das Erlebte:
Was hat mir gut gefallen? Wo bin ich vor Herausforderungen gestanden?
Welche Aufgaben lagen mir? Wie war die Struktur der Organisation?
Der Kurzbericht zum Kirchenpraktischen Engagement und der Nachweis der jeweiligen Einrichtung
(bitte im Studienbegleitbrief bestätigen lassen) dienen als Grundlage für das Reflexionsgespräch mit der Studienmentorin.
Darüber hinaus kann dieses Gespräch den Blick auch weiten und einen Gesprächsraum für Fragen bieten, die zum Ende des Studiums hin relevant werden. Deshalb können Sie dieses Reflexionsgespräch auch erst gegen Ende des Studiums führen.
Bitte vereinbaren Sie nach Ihrem Engagement einen Termin mit der Studienmentorin Tabea Haas.
  
Studienmentorin Berufsziel Religionslehrer:in